Am Dienstag (16.2.) um 14.11 Uhr trafen wir uns alle in Montabaur, um den Umzug zu genießen. Fasching ist in Polen eher unbekannt und war so für unsere Gäste ein völlig neues Erlebnis. Dann ging es in die Schule, um sich abzuschminken (oder auch nicht). Um 16.30 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Wiesbaden. Nach einem Abendessen in einem Hamburgerrestaurant und einem kurzen Stadtbummel besuchten wir das Wiesbadener  Theater ; die Aufführung des Balletts „Es war einmal …“hatte den Vorteil, dass kaum Sprache vorkam. Zudem sind die dargestellten Märchen auch in Polen bekannt.

Überhaupt die Sprache: unsere polnischen Gäste  haben teilweise erst ein bis zwei Jahre Deutschunterricht und unsere Schüler sprechen, bis auf eine Ausnahme, nur wenige Brocken Polnisch. So kristallisierte sich sehr bald Englisch als Verständigungsbasis heraus: eine Sprache, die für beide Seiten eben nicht die Muttersprache ist und damit sind für alle Beteiligten gleiche Bedingungen vorhanden.

Um 23 Uhr trafen wir müde, aber um viele Erfahrungen reicher wieder in Montabaur ein.

 

Am Mittwoch (17.2.) ging es dann gemeinsam in die Schule. Inder zweiten Stunde lernten wir uns näher kennen und unsere Gäste wurden von Schulleiter Fritz Mohr begrüßt. Ab der dritten Stunde gingen die polnischen Schüler mit in den Unterricht. Was sie dort gelernt haben: ?

Nachmittags wurden Ausflüge mit den Familien durchgeführt oder einfach nur geredet und entspannt.

Donnerstagvormittag (18.2.) waren gemeinsame Projekte angesagt: Masken basteln, interkulturelle Quizfragen vorbereiten, deutsche und polnische Lieder einüben. Um 14.30 Uhr führte uns unser ehemaliger Kollege Paul Widner durch Montabaur, erläuterte die Sehenswürdigkeiten und erzählte Anekdoten. Stadtbürgermeister Mies empfing unsere Gruppe um 16.30 Uhr und begrüßte unsere polnischen Gäste (siehe auch Zeitungsbericht). Hr. Mies erläuterte die vielfältigen Aktivitäten in Montabaur und bekundete auch Interesse an einem Austausch auf Städteebene mit Krzeczowice.

Danach war aber noch nicht Schluss: in der Schule angekommen bereiteten einige der deutschen Schüler unter Mithilfe der polnischen Gäste ein Abendessen zu; zuerst gab es (weiße) Spagetti mit (roter) Hackfleischsauce (rot-weiß sind die polnischen Nationalfarben); anschließend ein typisch deutsches Gericht: Currywust mit Pommes – natürlich rot-weiß. Zum Abschluss gab es etwas Buntes: Obstsalat. Es sind wohl alle satt geworden, denn am Ende war sogar noch etwas übrig.

Freitag (19.2.): Vormittags Schule, nachmittags frei; abends trafen sich einige Kollegen des MTGs mit den polnischen Lehrern bei einem gemeinsamen Abendessen zum Kennenlernen und Gedankenaustausch. Die Schüler unternahmen Ausflüge  oder so.

Samstag (20.2.) war gemeinsamer Ausflugtag. Es ging um halb zehn nach Frankfurt. Nach einer kurzen Rundfahrt um den Frankfurter Flughafen unternahmen wir einen Spaziergang am Main und machten vielen Fotos am Ich-Denkmal (das wir für uns in Wir-Denkmal umwandelten). Anschließend besuchten wir in der Schirrnhalle die Seurat-Ausstellung. Die sehr kompetente Führerin erläuterte das Werk des französischen Malers sehr schülergerecht. Nach einer kurzen Mittagspause mit der Möglichkeit des Besuchs der Paulskirche mit ihrer Ausstellung zur Nationalversammlung 1848 ging es dann in das Geburtshaus des zumindest bekanntesten deutschen Dichters, ins Goethehaus.

Nach einer kurzen Shoppingpause stand dann zum Schluss um 18 Uhr eine Nachtwanderung im Palmengarten an. Es gab viel zu sehen, viel zu lernen und auch etwas zum Probieren: Kakaobohnen (oder Schokolade), Bananen und Vanille und für die Hautpflege wurde Aloevera gereicht. Um 22 Uhr erreichten wir dann Montabaur.

Am Sonntag (21.2.) standen Familienausflüge im Programm. Und dann stand schon der Abschiedsabend an. Von 18 bis 21 Uhr trafen wir uns im Jugendheim in Montabaur. Bei Billiardspielen, Kickern und Tanzen wurden die neuen Freundschaften vertieft.

Montag (22.2.):  Vormittags war noch einmal gemeinsamer Schulbesuch angesagt. Nach einer Auswertung der Begegnungen  hieß es dann in Koblenz am Busbahnhof Abschiednehmen: dies ging nicht ohne Tränen ab; manche haben sich doch liebgewonnen.

Pünktlich um 17.15 Uhr fuhr der Bus mit unseren Gästen ab. Am Dienstag um die Mittagszeit lieferte er die neuen Freunde wohlbehalten in Krakau ab. Eine lange, ereignisreiche und anstrengende Woche war vorbei. Wir alle, Polen wie Deutsche, haben viele neue Erfahrungen gemacht und neue Freunde gewonnen. Nach vielen und häufig sehr  negativen Erfahrungen im Laufe der Jahrhunderte haben wir der gemeinsamen Geschichte einen neuen, und wie wir meinen, positiven Satz hinzugefügt.

(Bericht: Ralph Siemsen) Bilder folgen

PS: Viele Schüler haben immer wieder Kontakt mit ihren Austauschpartnern; einige werden in den Osterferien Polen besuchen und sich mit ihren Freunden treffen.

Hinweis: Vom 6. bis zum 13. Mai erfolgt unser Gegenbesuch in Krzeczowice. Wir freuen uns bereits.

Danksagung:

Wir danken allen, die zum Erfolg unseres Austauschs beigetragen haben:

  • Paul Widner für die tolle Führung
  • Bürgermeister Mies für den freundlichen Empfang
  • Dem DPJW (Deutsch-Polnischen-Jugendwerk) für die großzügige finanzielle Unterstützung und die Zur-Verfügungstellung von vielen Materialien wie Plänen, Sprachführern etc
  • Der ADD Trier für finanzielle Zuwendungen
  • Herrn Luszczynski für die Hilfe bei der Anbahnung des Austauschs
  • Dem Förderverein des Mons-Tabor-Gymnasium für finanzielle Zuschüsse
  • Der RMV für die schnelle und großzügige Hilfe, ÖPNV-Karten für die polnischen Gäste zur Verfügung zu stellen
  • Und allen anderen, die zum Gelingen des Austauschs beigetragen haben

 

Das Organisations-Team: Monika Joras, Alexandra Gawlowski, Christiane Siemsen, Ralph Siemsen

 

PS-PS: Leider wurde die erste Version des Berichts aus Versehen gelöscht. Sollte jemand diese Version heruntergeladen haben oder gedruckt besitzen so möge er mir diese bitte zukommen lassen. Danke!

 

KONIEC!!!

 

 

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