Austausch mit Krzeszowice 2011
Auf nach Polen!
Fünf Schülerinnen und Schüler des MTG fuhren mit Frau Joras für eine Woche zum Schüleraustausch nach Krzeszowice. Mit dem Adam-Mickiewicz-Gymnasium dort haben wir seit drei Jahren eine Schulpartnerschaft.
Mittwoch, 04.05.11
Wir hatten 15 ¾ h Fahrt vor uns und um 6:02 Uhr ging es am Montabaurer Bahnhof los. Wir sind drei mal umgestiegen, in Frankfurt Hbf, Dresden Neustadt und in Breslau (Wroclaw). Während der Fahrt liefen wir entweder durch den Zug und waren laut, aßen oder lachten, spielten Karten oder Nintendo und machten Fotos von uns. ;) Wir hatten immer was zu tun und alle waren gut drauf. Als wir mit einem polnischen Zug fuhren, waren wir nicht mehr so luxuriös ausgestattet wie in Deutschland, man merkte sofort den Unterschied. Auch der Bahnhof in Breslau war nicht der schönste, da er gerade für die Fußball-Europameisterschaft in Polen umgebaut wird. Trotzdem freuten wir uns darauf, die polnischen Austauschschülerinnen zu treffen und waren alle kurz vor der Ankunft in Krzeszowice ganz aufgeregt und überlegten, was wir zu der polnischen Familie sagen, wenn wir ankommen. Als es dann so weit war, vergaßen wir alles, was wir vorher besprochen haben, was wir als Begrüßung sagen. Irgendwie stammelte dann jeder ein paar polnische Wörter. ;) Nachdem die polnischen Lehrer uns alle begrüßt hatten, fuhren wir mit unseren Familien nach Hause, packten unsere Koffer aus, guckten das Haus (oder die Wohnung) an und aßen zu Abend (das war eindeutig zu viel für einen Tag!). Da wir im Zug nicht geschlafen haben, gingen wir auch ziemlich bald ins Bett.
2.Tag: Donnerstag, 5. Mai
Am nächsten Morgen kamen wir in der Schule an.

Dort gab es 2 h Kennenlernspiele der Austauschgruppe, eine herzliche Begrüßung des Direktors, eine Schulbesichtigung und 3 h Unterricht mit den Austauschpartnern. Um 13.30 sind wir zurück zum Mittagessen bei den Gastfamilien gefahren.


Gegen 16 Uhr trafen wir uns wieder an der Schule zum Eisessen und Besichtigen der Stadt Krzeszowice. Im Anschluss war ein klangvolles Jazzkonzert der Musikschule in Krzeszowice angesagt.
Zur Vollendung des Tages chillten wir mit unseren Austauschpartnerinnen im Park, fanden Geschmack am polnischen Kindersaft Kubuś PLAY! und verbrachten den Rest des Abends in den Familien.
Freitag, 06.05.2011 Ausflug nach Krakau
Um 8:41 fuhren wir mit dem Zug nach Krakau.Dort sahen wir uns mehrere Kirche an (unter anderem die Marienkirche), die Tuchhallen auf dem großen Marktplatz, das Königsschloss auf dem Wawel und den Waweldrachen, der Feuer spuckt. Anschließen besuchten wir das unterirdische Museum von Krakau. Danach gingen wir in einem Restaurant essen. Zum Abschluss gingen wir in der Galeria Krakowska shoppen. Abends fuhren wir um 19:30 Uhr wieder mit dem Zug zurück.
Dieser Ausflug hat uns sehr gut gefallen, wir haben viele Informationen von Krakau erhalten und hatten viel Spaß mit unsere Gruppe dort.
Samstag und Sonntag, 7.-8. Mai
Das Wochenende verbrachten wir mit den Gastfamilien, die uns viel von ihrer Heimat zeigen wollten. Daher folgen hier unterschiedliche Berichte:
(1) Am Samstag konnte man schön ausschlafen und nach einem normalen Frühstück ging es mit dem Auto zu einem polnischen ehemaligen Königsschloss, „Piaskowa Skala“ („Sandsteinfelsen“). Mit einer eher langweiligen Besichtigungstour ging es einmal durch das ganze Gebäude und als wir fertig waren, fuhren wir direkt zum Arzt, da sich jemand aus unserer Gruppe eine Krankheit zugezogen hatte. Nach dem Arzt ging es zur Pizzeria, wo wir eine Pizza für alle bestellten, die ungefähr so breit war wie Litfaßsäule. Danach trafen wir uns noch mit anderen aus der Gruppe. Am Abend gab es einen privaten Grillabend, an dem es ein polnisches Gericht gab und zwar Kartoffeln eingewickelt in Alufolie gebraten in einem Topf im Feuer, also fast so wie unsere Lagerfeuer-Kartoffeln.
Sonntags machten wir einen Ausflug ins Dinosatorland, was meiner Meinung nach allerdings nicht so prickelnd war. Es war einfach nur ein großer (aber gepflegter) Park, wo man Golf spielen konnte mit Schlägern, die so massiv waren, dass man sie kaum anheben konnte, und in der Landschaft waren ein paar Papp-Dinosaurier aufgestellt mit ein bisschen Text auf Polnisch dazu. Danach ging es noch zur Heimatstadt von Johannes Paul II., dessen Seligsprechung unmittelbar vorher in ganz Polen gefeiert wurde, Wadowice, wo wir noch Döner gegessen haben. Die waren da so prall gefüllt, dass einem noch extra eine Gabel gegeben wurde um das überhaupt zu essen.
(2) Im Gedächtnis blieb besonders, dass „Jan Pawel II“ die Kremówki (Blätterteig mit einer Creme aus Schlagsahne und anderen Zutaten) besonders mochte.
(3) Am Samstag konnten wir spontan entscheiden, was wir machen wollten, wir hatten einen Tag in der Familie. Wir kletterten auf einen Berg in der Nähe von Edytas Haus und hatten von oben eine Sicht über ganz Krzeszowice. Edyta stellte mir viele Personen aus ihrem Leben vor, ihre Großeltern, ihre Freunde und noch mehr Freunde. Die waren alle sehr nett. Am Nachmittag besuchten wir dann Tristan bei Weronika, weil er krank war. Bei den Nachbarn von Weronika grillten wir, auch mit Tobias und Malgosia.
Am Sonntag sind wir mit der ganzen Familie nach Zakopane gefahren, das sind die "polnischen Berge" (Tatra-Gebirge). Mit der Seilbahn sind wir auf den Berg gekommen, da oben war ganz viel Schnee und dazu war es auch noch sehr kalt und windig. Allerdings hatte man einen super Ausblick auf die anderen Berge und ins Tal. Wir waren noch auf einem weiteren Berg, dort war allerdings nicht so viel Schnee. Nachher sind wir durch die Stadt gegangen und haben die kleinen Stände dort angeguckt. Dort haben wir geräucherten Käse gekauft, das ist etwas Typisches für diese Gegend.
6. Tag: Montag, 9. Mai
Nach dem Treffen um 8.00 in der Schule gingen wir gemeinsam zum Bahnhof und fuhren 40 Minuten lang mit dem Zug nach Wieliczka. Nach der Ankunft gingen wir zum Eingang der Salzmine, versorgten uns mit Proviant und warteten auf unsere Führerin. Dann ging es nach über eine lange Holztreppe 60 m nach unten und unsere Führung, die glücklicherweise auf deutsch war, begann. Nach einem langen Fußmarsch durch verschiedene Höhlen, vorbei an Untergrund-Seen und vielen Kapellen, erreichten wir das Ende der Führung in einem Restaurant unter der Erde, wo wir unser Mittagessen bekamen. Danach ging es mit einem Minenfahrstuhl wieder an die Oberfläche, wo wir uns erstmal mit Souvenirs eindeckten und dann wieder zum Bahnhof gingen. Da jemand aus der Gruppe seine Jacke vergessen hatte, verpassten wir leider den ersten Zug und mussten noch eine weitere Stunde auf den nächsten Zug warten. Gegen Nachmittag hatten wir dann Freizeit und trieben uns ein wenig in der Stadt herum.
Dienstag, 10. Mai
Am Dienstag fing der Unterricht gegen 8.00 an. In den ersten beiden Stunden spielten wir ein Handballspiel und unternahmen Aerobic. Danach war Polnischunterricht, Geographie von Polen und Kunst – wir konnten uns verschiedene Dinge basteln und gestalten, die wir auch mitnehmen durften. Nach der Schule war Mittagessen und Chomik-Kaufen (ein Hamster) angesagt. Am Abend trafen sich unsere Gruppe zum Abschlussabend am Lagerfeuer im Vincentinum. Nach einem leckeren Würstchen sangen wir ein paar Lieder, darunter auch eins für Tobias, der am nächsten Tag Geburtstag hatte. Als wir zuhause waren, war das Packen für die Abfahrt am nächsten Morgen.

Mittwoch, 11. Mai
Die Austauschwoche war schon vorbei! Wir verabschiedeten uns am Bahnhof herzlich von unseren Gastgebern, die schon im Juni unsere Gäste in Montabaur sein werden, und traten die ebenfalls 16-stündige Rückfahrt an. Sie verlief ohne besondere Vorkommnisse, auch der Hamster überlebte. Müde und voller positiver Eindrücke nach einer tollen Woche erreichten wir um Mitternacht Montabaur.
Schon jetzt sind manche der Teilnehmer/innen überzeugt, dass sie auch im nächsten Schuljahr wieder am Polenaustausch teilnehmen wollen. Wer sich ebenfalls dafür interessiert, kann sich an Frau Gawlowski oder Frau Joras wenden.
Tobias Jarnicki, 8d; Kira Metternich, Tristan Schneider, Dorothea Zimmer, 7f; Chantal Ortynski, 7a ( 20.05.2011)

