Holocaust-Überlebender besuchte das MTG -
Beeindruckender Bericht  eines  Zeitzeugen
 
 
 
Auf Einladung des Peter-Altmeier wie des Mons-Tabor-Gymnasiums  hielt Herr Gerd Klestadt am Montag, dem  30. Januar 2012,  in der Aula des MTG einen Vortrag über die schrecklichen Erlebnisse, die er als Heranwachsender währen der Herrschaft der Nationalsozialisten erdulden musste.  Er begann und endete mi t  der Mahnung zur Erinnerung an diese – teilweise schwer erträglichen – Ereignisse und fragte sich mit Blick auf die Situation auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien in den 1990-er Jahren, ob die Menschheit tatsächlich aus dem Holocaust etwas gelernt habe.
Obwohl sein Bericht von seiner eigenen Gefangenschaft im Konzentrationslager Bergen-Belsen phasenweise so bedrückend war, dass die versammelten Schüler vollkommen ruhig wurden und man die Betroffenheit des Publikums sehr deutlich spüren konnte, gelang es dem quicklebendigen 80-jährigen Mann, der seinen Vater im Konzentrationslager verloren hat, doch immer wieder mit einer Prise Humor die Stimmung ein wenig aufzuhellen.
Nach dem mit vielen Bildern und Beispielen illustrierten Vortrag begab sich der Wahl-Luxemburger in das Publikum, um Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten.  Bei der Beantwortung der Fragen, die sich vor allem um die Möglichkeiten der Verarbeitung des erlebten Schreckens drehten, gestand er auch Persönliches ein: etwa, dass er heute – obwohl in Deutschland geboren – nicht mehr in diesem Land leben könne. Klestadt betonte dabei aber auch immer wieder, wie viel Kraft und Zuversicht ihm seine Familie gegeben habe, ohne deren Unterstützung er wohl die Aufklärungsarbeit über die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht auf sich genommen hätte.
Viele der anwesenden Schüler nahmen sich beim Herausgehen eine Murmel , die in zwei mitgebrachten Keksdosen am Eingang der Aula standen. Diese Murmeln, erklärte Klestadt, seien ein Symbol für das menschliche Miteinander, wie es sein sollte: jede Murmel sei unterschiedlich, aber die Form ist doch die gleiche; so sei es auch bei uns Menschen.  Mit dieser Botschaft an die jungen Zuhörer entließ der Gast sie nach einem beeindruckenden und berührenden Vortrag.
(M. Moning, 2.2.2012)

 

 

 

 

 

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