Mons-Tabor-Gymnasium mit Platz 9 beim Bundesfinale würdig vertreten
Bei der ersten Austragung der Sportart Triathlon bei „Jugend trainiert für Olympia“ durfte auch das Mons-Tabor-Gymnasium nicht fehlen, hat man doch viele engagierte Triathleten an der Schule. Nach dem gewonnenen Landesfinale hallten die Jubelschreie noch lange im Ohr bis man schließlich im Zug nach Berlin saß.
Triathlonmannschaft: oben v.l.r. Lehrer Boris Stein, Betreuerin Linda Dahlem, Jan Zimmermann, Carla Dahlem, Charlotte Holly, Lena Meuer; unten v.l.r Lukas Selbach, Alexander Schneider, Mark Förster, Nina Spitzhorn
Nach einer sechsstündigen Bahnodyssee nach Berlin startete das zweigeteilte Bundesfinale der Triathleten gleich montags mit dem Einzelwettkampf. Aufgrund des Papstbesuches waren die Termine auf den Wochenanfang verschoben worden. Der Veranstalter zeigte sich selbst durch die Verschiebungen überfordert. Vor dem ersten Start mussten „überraschend“ noch Formalia geregelt werden: Welches Rad ist erlaubt? Darf der Windschatten genutzt werden? Gibt es pro Geschlecht eine oder zwei Startgruppen? Aus dem Nichts sollte dann in zehn Minuten gestartet werden. Davon ließen sich die Offiziellen aber doch noch abbringen und so hatten die Jungs vor dem Start doch noch Zeit zum Aufwärmen.
Von den acht Montabäurer Triathleten sollten jeweils die besten drei Mädchen und Jungen gewertet werden. Nach dem Rennen der Jungen lagen wir überraschend auf Platz 6 der Zwischenwertung. Alexander Schneider, Mark Förster und Lukas Selbach zeigten ihre derzeit gute Form und legten somit die Basis für die hervorragende Ausgangssituation.“ Jan Zimmermann der Platz 6 im Einzelwettkampf erreichte führte „Jugend forscht“ an, könnten doch alle aufgrund ihres Alters bei Wiederholung erneut starten.
Nach der Vorarbeit der Jungs wollten die Mädchen diesen Leistungen keinesfalls nachstehen. Hatte man bei den Rheinland-Platzmeisterschaften im Crossduathlon am Vortag doch fleißig Titel gesammelt. Allerdings musste in Berlin auch geschwommen werden und schwimmerisch waren uns die anderen Triathleten - ob männlich oder weiblich - überlegen. Dieser Rückstand kann auf der kurzen schwimmlastigen Distanz (200m Schwimmen - 3 km Radfahren - 1km Laufen) kaum kompensiert werden. Doch eben der sportliche Vergleich mit der amtierenden deutschen Meisterin macht den Reiz von „Jugend trainiert für Olympia“ aus. Charlotte Holly, Lena Meuer, Carla Dahlem und Nina Spitzhorn gaben an diesem Tag ihr Bestes für ein gutes Resultat und wurden mit Platz 8 belohnt. In der Addition lagen wir nach dem ersten Tag auf Rang 8 mit 54 Sekunden Rückstand auf Platz 3. Die geringen Zeitdifferenzen versprachen einen spannenden zweiten Wettkampftag mit vielen Verschiebungen im Klassement.

Symbolbild: die Lautesten kamen aus Montabaur
Als zweiter Teil des Wettkampfs folgte am Dienstag eine so genannte ABC-Staffel. Drei Starter wechseln sich nach jeder Disziplin ab, wobei letzten Endes jeder Starter einen kompletten Triathlon absolviert nur in einer unüblichen Reihenfolge. Jede Schule stellt zwei gemischte Staffeln. Die Zeit der schnelleren Staffel wird zu den Ergebnissen des Einzelwettkampfs addiert. Unsere schnellere Staffel, besetzt mit Alexander Schneider, Charlotte Holly und Jan Zimmermann, konnte noch eine Schule abfangen, wurde jedoch von zwei Schulen überholt. Besonders ärgerlich ist die geringe Zeitdifferenz zum "Lokalrivalen" aus Leverkusen. Hier muss ich mich als betreuender Lehrer fragen lassen, ob diese fünf Sekunden nicht mit Wechseltraining einzusparen gewesen wären.
Mit den gezeigten Leistungen und Platz 9 kann man sehr zufrieden sein, denn alle haben an beiden Tagen in Berlin ihre Leistungen abrufen können. Triathlon ist eine ehrliche Sportart in der das Training über den Erfolg entscheidet. Gute Einzelergebnisse haben gezeigt, dass auch im Montabaur effektives Training möglich ist. Zudem hat die Triathlonmannschaft mit freundlicher Mithilfe von Betreuerin Linda Dahlem das Umsteigen mit acht Rädern und Gepäck perfektioniert. Nur die Deutsche Bahn hat noch nicht verstanden, dass Rolltreppen durchaus auch für Fahrräder geeignet sind. (Boris Stein 4.10.2011)