Die Auswahl des Favoriten geschieht in mehreren Etappen: Die Jurysitzungen auf Schulebene finden von Ende Januar bis Anfang Februar statt, die Jurysitzungen des jeweiligen Bundeslandes von Mitte Februar bis Anfang März. Die Wahl erfolgt nach einem festgelegten Reglement, das selbstverständlich auch für die geheime Sitzung der Bundesjury in Leipzig am Tag vor der Preisverleihung gilt.
Seit dem Herbst haben auch die Schüler des Leistungskurses Französisch der Jahrgangsstufe 12 am Mons-Tabor-Gymnasium eifrig die vier nominierten Jugendromane gelesen. Begleitet von ihrer Lehrerin, die auf die Entscheidungsfindung keinen Einfluss nehmen durfte, präsentierten sie die Bücher im Klassenverband und diskutierten darüber.

Die Schüler leisteten neben ihrem normalen Schulpensum eine enorme Arbeit: Insgesamt 4 Titel aktueller französischer Jugendliteratur mussten in 4 Monaten gelesen werden. Aber es lohnt sich: Dieses besondere Projekt belebt nicht nur den Fremdsprachenunterricht, sondern ermöglicht den Jugendlichen auch, Erfahrungen als Mitglied einer Jury zu sammeln und so in den Prozess von Literaturkritik eingebunden zu sein.

Ein Höhepunkt des Projekts war die Teilnahme an einer Autorenlesung in Koblenz. Ahmed Kalouaz las am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium aus seinem nominierten Werk « La première fois on pardonne » vor und diskutierte mit den SchülerInnen über sein Buch. Solche direkten Kontakte ermöglichen einen lebendigen Zugang zur Kultur und Literatur des Nachbarlandes.

Am vergangenen Mittwoch fand die Jurysitzung auf Schulebene statt. In der angenehmen Atmosphäre der Schulbibliothek befanden die SchülerInnen unter der Leitung ihrer Lehrerin Claudia Karwe endgültig darüber, welches Buch der Favorit für den Gesamtsieg ist.

Bericht: Claudia Karwe

Juliana Hammermeister und ihre Stellvertreterin Julia Vallen mit dem favorisierten Roman